Annett Louisan
Welch fleischgewordener Traum! Stimme, Antlitz, Gestalt, Texte – unfassbar, zumindest für mich. Sicher, irgendein anderer fasst sie an. Wie neidisch ich auf diesen Herrn bin! Wenigstens habe ich eine Autogrammkarte; Annett ist mir Trost in schwerer Stunde, was ich weinen muss – uns sie tröstet mich zart.
Gerade küsste ich ihr Bild auf einer DVD – vom Lüfter des Laptops erwärmt; welch kurze Illusion des Glücks. Von ihr kann ich nicht genug kriegen, daher schreibe ich ein Elfchen:
Annett
sooooo nett
und wunderhübsch ist
diese Elfe – ein Traum
Gier
Sicher, Gier stößt sie wohl ab – das ist bei Frauen normal. Bei mir ists nicht Gier in Reinform, sondern eher ein Verzehren. Jaja, immer diese Sternchen – was sie nicht ist. Sie ist bescheiden und klug – und dennoch: ein Traum von Weib. Was soll ich den schreiben? Ich liebe sie? Sie wohl nicht, ich kenne sie nicht. Aber das, was Sie in mir auslöst, liebe ich. Wenn Annett die Annett ist, wie sie sich darstellt, würde ich sie sofort heiraten – träum, träum, träum. Natürlich, ich wünschte sie wäre mein – solo kann diese Frau gar nicht sein, auch wenn sie so tut. Aber vielleicht ist derzeitige Partner nur ein Missgeschick auf der Suche nach Mister Big.
Gerade versuchte ich, einen Irrblick auf Annett zu korrigieren – irgendein Trottel meinte, er müsste die neueste Veröffentlichung von ihr schnöde verreissen. Wenn man sich seine Rezensionen im Gesamten anschaut, erfährt man auch, dass er sich berufen fühlte, eine externe Festplatte und einen Router zu bewerten. Entschuldigen Sie, er führt sich auf wie ein kastrierter, selbstverliebter Gockel, der gerne Sachen von sich veröffentlicht sieht‑ auch, wenn diese völlig Schwachsinnig sind, wie diese Frechheit von Rezension für das Beste Live-Album, das Annett jemals gemacht hat. Lesen Sie doch meine Rezension! Wobei ich natürlich niemals eine Gefälligkeitsrezension (zumindest ab heute) verfasste. Lustigerweise wollte ich das mit dem »erotiksprühenden Küchenkonzert« abschwächen und bat Amazon, dahinter ein »natürlich, FSK 0« zu setzen. Ein paar Minuten kommt eine Antwort, dass das spätestens in 48h geschehen würde – anstatt dass die das gleich reinsetzen, wenn die sich schon die Arbeit machen, die Rezension zu lesen, die Korrektur ebenfalls lesen und nur die alte Rezension, ohne die Korrektur, zu veröffentlichen, mir das auch noch schreiben, dass sie das korrigieren würden – anscheinend haben dies gerne direkter. Ebenso wie dieser völlig Irre Festplattenrezensent! Was heißt da, Annett »macht immernoch eine sehr, sehr gute Figur«? Als ob Sie das in zehn oder hundert Jahren nicht auch noch tun würde – Klasse hängt nicht mit Alter zusammen, das Begehren des Mannes besten Stückes natürlich schon – wer will auch eine 134 Jährige nageln? Er nicht – und ich auch nicht, außer ich würde mit ihr alt.
Die Krönung natürlich ist: ›>Schnell, leise und vor allem… sehr, sehr hübsch anzuschauen.<< – wer das bei einer Festplatte schreibt, ist schwer gestört – bei einer Frau, wie Annett, verstehe ich das schon – aber nur deswegen ist sie nicht meine Traumfrau – die Texte sind untrennbarer Bestandteil dieses Paketes, welches der Herr wohl nur nach seinem Äußeren beurteilt. Ich hoffe, dieser Herr ist nicht der Idiot, der ihr so gut tut… Wer im Computerbereich etwas möchte, das >>vor allem … sehr, sehr hübsch anzuschauen<< ist, der legt sich gleich einen Mac zu – oder hat er etwa das Geld nicht dazu??? Dieser Herr hat sicherlich auch nicht bemerkt, dass das Küchenkonzert eine grandiose Inszenierung darstellt – einmal hat Annett eine Zigarette in der Hand, dann wieder nicht und das im Wechsel. Wer hier schreit, welch »Fake!« hat keine Ahnung von Kunst – sie ist künstlich, aber erscheint völlig authentisch; das gelingt Annett auf eine unbeschreibliche Art und Weise! Sie verbindet Handwerk und Talent zu einem einzigen Können – ich will gar nicht wissen, wie sie im Bett ist; wenn sie auch nur ansatzweise so gut ist, wie sie singt? Ich bin ein Schlumpf – und habe von sowas keine Ahnung……. Aber eines weiß ich – wenn Annett nicht diese kleine schnucklige Küche hätte, sondern eine, die ihren Status reflektiert, büßte sie für mich einiges an Attraktivität ein – aber selbst das wäre bei ihr mir egal.
Einer ihrer Lieblings-Links verweist auf eine Seite namens www.musik-hilft.de – ich weiß genau, wie Musik hilft – bei mir ists nicht irgendeine, sondern Frau Päges Musik, die mir meine geschundene Seele streichelt und meine Tränen trocknete; auch bei endogener Psychose, wo niemand weiß, was eigentlich los ist, hilft Musik ungemein – das ist meine Erfahrung. Ebenfalls wichtig ist fairer Handel – wenn ich mich nicht von dreihundert Öcken im Monat ernähren müsste und auch meine restlichen Ausgaben von diesem hohen Budget bestreiten müsste, wäre Fair-Trade ein Muss.
Manchmal sagt ein Zeichen genausoviel, wie drei Worte!
Audrey Hepburn hat ein wenig diese amerikanische Bestimmtheit, die Annett abgeht – dafür bringt sie das hinein, was ich in meiner Amazon-Rezension schon schrieb: Verschmitztheit (beim Küchenkonzert) und dieses gewaltige Pathos (hr1), das Audrey fehlt. Der identische Titel von zwei wunderbaren Frauen – ergibt bei jeder neuen Interpretation dieser Zwei ein neues Lied! Und sehr lachen musste ich bei dem Youtube-Filmchen, das Hepburn zeigt: der Typ schreibt!!! Und wie er, tue ich es auch gerne: mit einer Schreibmaschine – davon habe ich drei! Natürlich, ich mussste das Ende von Breakfast at Tiffany´s ansehen – weil ich hoffte, dass der Schreiberling dieses bezaubernde weibliche Wesen bekommt; ich wurde nicht enttäuscht und habe das erste Mal seit nem Jahr oder länger wieder herzlich geweint. Na also, es geht doch! Mittlerweile glaube ich felsenfest an mein Happy-End – es ist nur noch eine Frage der Zeit und des Überlebens; man kann sehr schnell sehr tot sein, was mir gar nicht behagt, aber jeder muss sterben. Für wen Annett sterben würde? Vielleicht für Paul Varjak? Da bin ich mir sicher – und der Platz, der bei ihr frei scheint, und das mittendrin, ist vielleicht für einen ähnlichen Typus bestimmt – sie braucht einen Schreiberling! Es würde mich sehr wundern, wenn sie nicht schon einen im Auge hätte – leider bin ich es nicht!
Zuletzt aktualisiert: 02.01.12