Wiederholungen

Sie werden sich in Ihrer Schrift vielleicht oftmals wiederholen, was nicht schlecht sein muss – wichtig ist, dass der Leser nicht mehr als ein Dejavu erhält, er sich nicht langweilt. Ein Dejavu kann bewußt gesetzt werden – was Sie auch tun sollten.

Wenn Sie sich wiederholen, ohne sich dessen bewusst zu sein, wirds oftmals schnell langweilig – was wissen Sie denn, was Sie alles geschrieben haben, werden Sie entgegnen; Sie haben natürlich recht, aber wenn Sie sich Ihrer Wiederholungen nicht bewusst sind, kann es sein, dass sie sich so oft wiederholen, dass Sie Widerwillen hervorrufen.

Widerwillen beim Leser? Gibt es für Sie etwas Schlimmeres? Strukturieren Sie einen Text, bringen Sie Leben hinein – manchmal sind Wiederholungen auch gut, um dem Geschriebenen Nachdruck zu verleihen. Ich erinnere mich an ein Buch, das ich verfasste – endlose Wiederholungen, wofür ich gar nichts konnte; das Programm sponn. Aber bei manchen stellte sich ein Dejavu ein, so dass ich den Text kurz unterbrach, um nachzudenken.

Guter Effekt, der so nicht von mir beabsichtigt war. Die Frage ist, ob das der Leser genauso sieht? Schreiben Sie, um zu gefallen? Ich tue das, dennoch schreibe ich in erster Linie für mich selbst. Schreiben Sie doch Zweierlei: für sich selbst und für andere. Bei einer solchen Vorgehensweise behalten Sie die maximale Freiheit und erreichen den maximalen Gefallenfaktor.

Was ist daran schlecht, anderen zu gefallen? Das Gefallen hat für Sie einen Vorteil: die Chancen, verlegt zu werden, steigen.