Geschenkt!

Meine Damen! Einem geschenkten Gaule sieht man nicht ins Maule? Doch, unbedingt! Sie brächten es nicht übers Herz, ein Pferd, das Sie treuherzig anblickt, der Verwertung zuzuführen – dazu sind Sie zu sehr Frau. Bei einem Mann wäre das was anderes; aber: da gibt es ja das leidige Grundgesetz. Mich wollten Sie nicht geschenkt, doch sich von mir amüsieren lassen?  Das ist völlig ungefährlich! Sie glauben sicherlich, es wäre ein Witz, dass ich Sie verstünde – ist es leider nicht.

Das Wesen der Weiblichkeit ist ähnlich dem Wesen der Wahrheit – Phänomenologie! Obwohl ich Sie verstehe, bin ich Ihnen verfallen, wenn Sie mir gefallen. Männer! Immer diese Äußerlichkeiten… An sich gebe ich kein interessantes Studienobjekt ab – ich bin leicht zu konditionieren, klassisch. Sie erwarten von mir hoffentlich nicht, dass ich Zusammenhänge über längere Zeit begreife? Dazu bin ich zu sehr Hund: wenn dieser einen Fehler begeht, muss man ihn sofort bestrafen! Schlagen müssten Sie mich nicht, Liebesentzug reichte aus. Immer diese Konjunktive…

Verstehen heißt handeln, nicht teilnahmslos nicken, wenn Sie stundenlang reden, weil Sie geküsst werden wollen. Sie werfen einem dann, wenn man es tut, vor, dass man nicht zuhöre, aber was erwarten Sie? Reden ist Gold, Küssen ist Platin – ungeübte Augen verwechseln dieses mit schnödem Silber.

Vergessen Sie jegliche Komödie, Weiber zu verstehen, ist eine Tragögdie! Sie investieren alle Zeit ihres Lebens in das Nachdenken und werden sich bewusst, wie dumm sie sich verhalten haben, als Mann. Und immer wieder begehen sie als Mann Fehler; das hört nicht auf!

Zum Abschluss: ein Elfchen für die Elfen:

Du

(setzen Sie Ihre Augenfarbe ein) Augen
Brennen mein Herz!
Kann Dir nicht sagen,

wie!