Waiting in Vain
In der Liebe kann es sein, dass alles vergebens ist – dann hat das seine Gründe, glaube ich; wenn Sie wie ich vergeblich warten, fragen Sie nicht nach dem »warum‹<; das ist in der Liebe das Dümmste, was man(n)/frau tun kann: fragen Sie nach dem >›Wofür?«. Ich weiß, wofür ich warte – besser gesagt, ich habe eine leise Ahnung, ein unbestimmtes Gefühl, das ich nicht loswerde. LEIDER! Doch hält mich dieses Gefühl, was Hoffnung ist, am Leben.
Natürlich, erschiene mir das Wesen des Grundes wüsste ich nicht, wie ich mit ihr umgehen sollte – ein tödlicher Fehler bei Frauen. Frauen sind für mich die Wesen des Grundes – nicht alle, aber viele; und eine, die sicherlich ein Wesen des Grundes ist, will mich nicht – und ich kann nicht aufhören, an sie zu denken.
An sich will ich nicht aufhören, an sie zu denken – wenn ich sie aussparte, sparte ich die schönste Zeit meines Lebens aus. Loslassen? Sicher doch – ich lasse sie in Ruhe und hoffe, dass mit einem anderen Zauberwesen Zauber entsteht. Wenn ich nochmal küssen darf und mehr, dann löst sich der ganze Schmerz und das Wehklagen in Wohlgefallen auf.
Jedoch erwischte es mich – ich merkte dieses erst nach und nach; wie sehr ich sie vermisse, weiß ich erst dadurch, dass sie nicht da ist; hoffentlich wüsste ich sie zu schätzen, wenn sie aus irgendeinem Grunde irgendwann doch will. Ich weiß nichts, ich glaube nichts, ich schreibe nur – ohne Unterlaß. Das ich das machen kann, habe ich mir härtestens erkämpft – was für ein harter Kampf das war? Fragen Sie nicht, lesen Sie.