Mann
Eine Frau braucht einen Mann – was für einen? Nehmen Sie mich! Ob ich was für Sie bin, lasse ich Sie in Ruhe entscheiden: viele Männer wollen, dass Sie sich übereilt auf sie einlassen. Solche Männer können Sie schlecht brauchen, denn wie eine Katze genießen Sie es, in der Tür zu sitzen, hinten die Wärme der Wohnung, vor sich die winterliche Frische des Freien. Und während sich der Halter darüber beschwert, denken Sie gar nicht daran, sich zu bewegen.
Entweder drinnen oder draußen, warum nicht beides? Bei mir können Sie beides haben: Sie sind in meinem Herzen und dennoch draußen in der Welt – wo ich Sie nicht mehr suche; ich bleibe einfach da, wo ich bin und warte auf Sie. Wenn Sie nicht wüssten, wo ich bin? Sie sind allwissend, also stellen Sie nicht solche dummen Fragen!
Ich habe vor Ihnen keine Geheimnisse – ein Hund hat sowas nicht. Wenn Sie sagen: »Spring!« springe ich Sie an – fange an, Sie abzuschlecken. Sie mögen das nicht? Dann sagen Sie nicht »Spring!« – sagen Sie etwas anderes? Ich gehorche – und wenn ich für ein Kommando sterben müsste. Schaffe ich diesen Gehorsam? Ich hoffe es, aber ich weiß es nicht; wir werden sehen.
Blind gehorche ich nicht – ich wäge immer ab. Das sollten Sie vor dem Befehl auch tun, weil wenn Sie mir etwas befählen, was mir widerstrebte, gehorchte ich Ihnen nicht. Die meisten Männer gehorchen ihrem Trieb – da bin ich doch die bessere Wahl. Entscheiden Sie selbst!